Run with the Wind

Portland


der Sack schließt sich    Inhalt    Odyssee eines Besessenen

Downtown neu im Trend: «Fahrradsegeln»

Die Idee der Übernachtung in einem Motel mit Shuttle werden wir wohl verwerfen müssen. Die Travellodge entfällt leider, deren Wagen ist defekt. Wir drehen noch eine Runde, aber ohne Erfolg. Einen dreistelligen Betrag für eine Nacht wollen wir dann doch nicht abdrücken. Es geht gleich weiter zum Flughafen, dort bekommen wir von United Airlines zwei Bikeboxen, gratis. Leider können wir die Boxen nicht am Flughafen deponieren. UA macht ihre Schalter erst zu spät auf, im Gepäckservice würde es 10 Dollar pro Karton und Nacht bedeuten. In weiser Voraussicht haben wir die Tragegestelle von Ortlieb dabei. So können die Boxen gefaltet an die Gestelle geschnallt werden. Ein interessantes, aufsehenerregendes Erlebnis, mit so einem großen Karton auf dem Rücken. Nur Segeln ist schöner.

Nachdem alle Abreisevorbereitungen getroffen sind, können wir Portland Downtown uns endlich einem Besuch von Portland widmen. Los geht's, erst einmal dem Sandy Boulevard bis Downtown folgen. Hier kommt es dann doch tatsächlich zur ersten (!) Panne. Doro fährt über eine Eisenkrampe und hat einen Platten. Uns wird bewusst, wie gut das Material die Reise über durchgehalten hat. Die Innenstadt liegt auf der anderen Seite vom Willamette River, eine verwirrende Vielfalt von verschlungenen Brücken und Straßen erschlägt den Besucher.

Nach dem Mittagessen in einer Mall schauen wir noch in diversen Brillengeschäften vorbei. Meine Sonnenbrille ist mittlerweile zerkratzt, ein Bügel ist angebrochen und mit einem Stück Holz verstärkt. Die Suche bleibt erfolglos, ich will natürlich wieder das gleiche bewährte Modell. Die Innenstadt ist zwar ganz interessant, aber auch schnell abgehakt. Direkt am Willamette River liegt das OMSI, das Oregon Museum of Science and Industrie. Eine interessante Anlage man kann hier sogar ein U-Boot besichtigen. Desweiteren gibt es viele kulturelle Angebote, unter anderem ein großes Kino. Heute ist es leider zu spät für eine Vorstellung, vielleicht schauen wir hier morgen noch mal vorbei.

Die Rückfahrt geht durch ausgedehnte Wohngebiete mit schönen Häusern und Gärten. Aber die Ausdehnungen sind riesig, es ist einigermaßen spät, bis wir unser Motel erreichen. Heute Abend gibt es noch einmal die traditionellen Spaghetti mit Salsasoße, dann schauen wir, was im Fernsehen kommt. Nach 6 Wochen mal wieder in die Glotze zu schauen hat ja auch was.

52,28 Kilometer / 100 Höhenmeter

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