Run with the Wind

Mount St. Helens National Monument


die erste Etappe in Washington    Inhalt    langer Aufstieg zum Elk Pass

durch den Giffort Pinchot National Forest

Die Strecke durch den Gifford Pinchot National Forest ist einsam und anstrengend, vor allem aber sehr reizvoll. Mit vielen Up's & Down's klettern wir von 650 m auf 1250 m. An der Kreuzung FR 88 und FR 8851 müssen wir uns entscheiden. Die FR 88 ist länger, aber durchgehend asphaltiert. Die FR 8851 hingegen ist die Straße, die in unserem Reiseführer beschrieben ist. Sie ist demnach kürzer, hat aber zwei Schotterabschnitte. Wir beschließen, den Spuren von Raphaela Wiegerts (der Autorin besagten Reiseführers) zu folgen. Es geht vorbei am wunderschönen Big Lake, der stark an Kanada erinnert. Trotz strahlend blauen Himmels ist es heute ziemlich kalt, um 12:00 Uhr mittags zeigt das Thermometer gerade mal schlappe 12 Grad an.

der schöne kleine «Big Lake»

Wir biegen in die FR 24 ein und folgen ihr bis zur FR 30. Hier erwarten uns die angedrohten 10 km Schotterpiste. Es geht zwar nicht bergauf, nach ein paar Kilometern sogar bergab, trotzdem ist dieser Abschnitt sehr anstrengend. Wir sind jedenfalls heilfroh, als uns der Asphalt wieder hat. Ab und zu erhaschen wir einen Blick auf unser Ziel, das sich unwirklich und düster aus der schönen Landschaft erhebt Was muss das für ein gewaltiges Schauspiel gewesen sein, als der Mount St. Helens (2550 m) 1980 ausbrach.

Zur FR 51, der Curly Creek Road gibt es eigentlich keine Alternative. Und ausgerechnet diese Straße ist gesperrt! Wir überlegen kurz und biegen dann trotzdem dort ein, was sollen wir auch sonst machen. Ein Grund für die Sperrung ist während der steilen Abfahrt nicht ersichtlich. Die Straße besteht die letzten zwei Kilometer aus harmlosen Schotter auf engen Serpentinen, dann erreichen wir die FR 90. Der Irrgarten der Forest Roads hat hier vorerst ein Ende. Weitere 7 Kilometer und wir rollen in Northwoods ein. Hier gibt es alles, einen Laden, eine Frittenbude und einen Campingplatz. Aber auch nicht mehr. Nach einem kleinen Snack und einer Besichtigung des Campgrounds fahren wir ein Stück weiter, vielleicht gibt es ja noch eine Zeltmöglichkeit direkt am See, dem Swift Creek Reservoir. Viel Schwung haben wir allerdings nicht mehr, so drehen wir nach ein paar hundert Metern wieder um.

Heute beginnt das Wochenende und dementsprechend groß ist der Andrang, die ruhigsten Ecken des Campingplatzes sind schon besetzt. Hoffentlich wiederholt sich hier nicht das Drama vom Lost Creek Lake. Eine Einladung haben wir nämlich schon!

65,34 Kilometer / 750 Höhenmeter

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