Run with the Wind

durch Wälder zum Dach von Oregon


Sisters    Inhalt    Bergetappe auf einsamen Straßen

Detroit Lake

Heute morgen bin ich Zeuge einer Premiere: Doro ist vor mir aufgestanden. Ich bin doch einigermaßen überrascht. Auf jeden Fall können wir so schon um 9:00 Uhr starten. Es geht wieder in die Berge, bis zum Santiam Pass können wir uns durch 500 zu bewältigende Höhenmeter warm machen. Auch die Nerven werden wegen des starken Verkehrs gefordert, zum Glück gibt es einen breiten Seitenstreifen. Hinter dem Suttle Lake halten wir an einem Aussichtspunkt mit Blick auf den Mount Washington. Ein Hinweisschild erläutert die hausgemachten Probleme der Waldbrandbekämpfung. Früher gab es viele kleinere Brände, die das Unterholz vernichteten und den Bäumen Freiraum schufen. Heute wird jedes Feuer gleich gelöscht, so können sich Unterholz und schwache Bäume ungehindert ausbreiten. Damit haben Brände genug Nahrung und können leicht katastrophale Ausmaße annehmen.

lange Abfahrt zum Detroit Lake

Vom Santiam Pass geht es steil abwärts, es folgen ein paar Up's & Down's, dann führt die Straße scheinbar endlos bergab. Ich schaue noch einmal auf die Karte, es war mir gar nicht bewusst, wie weit wir runter müssen. Der Detroit Lake liegt rund 1000 m tiefer als der Pass. Die Fahrt entlang des Santiam River ist einfach phantastisch, wir brauchen überhaupt nicht mehr zu treten. Vor uns erhebt sich majestätisch der Mount Jefferson (3199 m). Zwischendurch ein kleines Päuschen in New Idanha bei einem Milkshake. Der kommt aber an den von Danny's nicht ran. Schließlich erreichen wir Detroit, direkt am Detroit Lake. Ein schöner, wenn auch sehr touristischer Ort. Die Campingplätze befinden sich alle am anderen Ufer des Sees und sind wahrscheinlich sämtlich belegt. Heute ist ja Wochenende, was die vielen Booten auf dem See erklärt. Im Tal des Breitenbush Rivers sind einige Plätze auf der Karte eingezeichnet, dort werden wir nach einem Einkauf unser Glück versuchen.

Mit der Forest Road 46 verschwindet schlagartig der Verkehr, endlich wieder ein schönes, einsames Sträßchen. Der erste Zeltplatz direkt hinter Detroit liegt direkt am Breitenbush River und ist gnadenlos überfüllt. So richtig scheint sich hier keiner auszukennen, wir fragen mehrere Leute nach dem nächsten Platz mit Wasserversorgung und bekommen nur äußerst vage Auskünfte. So fahren wir etwas unruhig weiter talaufwärts. Nach 5 Kilometern dann Erleichterung, wir erreichen den Humbug Campground. Der wartet mit sehr schönen Plätzen und Trinkwasser auf. Aus Mangel an versteckten Plätzen findet die heutige Dusche an einem Pfad im Wald hinter unserem Zelt statt. Unser heutiges Abendessen ist wegen hohem Leckerheitsgrad erwähnenswert: Es gibt Coucous mit Curry, gelbe Succini und Gurken.

93,77 Kilometer / 600 Höhenmeter

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