Run with the Wind

Vulkane und Bergseen


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vorbei an Seen und Vulkanen Elk Lake

Man merkt, dass wir direkt an einem See zelten, das Vorzelt ist fest in Mückenhand. Die Jungs sind zum Glück noch etwas schläfrig heute morgen und lassen sich problemlos herausbitten. Gut ausgeruht sind wir um 9:30 Uhr nach dem Frühstück «on the road again».

Bestens gelaunt radeln wir am wunderschönen Deschutes River entlang. Unterwegs finde ich einen kleinen, hochwertigen Packsack aus wasserdichten Material. Der kann uns sicherlich noch von Nutzen sein. Wir erreichen den Elk Lake, der uns zu einer Badepause einlädt. Die Begeisterung ist groß, glasklares Wasser, feinster Sandstrand, der schneebedeckte Mount Bachelor (2762 m) als gigantische Kulisse.

Die Landschaft wird immer aufregender, die Straße windet sich zwischen riesigen Vulkanen wie South Sister (3157 m), Broken Top (2790 m) und Mount Bachelor entlang. Der Sparks Lake besticht durch seine tiefes Türkis, fast meint man sich nach Kanada versetzt. Vorbei geht es an spektakulären farbigen Lavaformationen. Nichts ist umsonst, die Straße steigt wieder heftig bergauf. Wir umrunden dabei den Mount Bachelor, sein weißer Zuckerhut kommt immer näher. Auf knapp 2000 m erreichen wir den Pass, hier befindet sich ein großes Skizentrum am «Junggesellenberg».

Nun kommt die große Belohnung für die Anstrengungen. Bend ist noch ungefähr 30 km entfernt und liegt fast 1000 m tiefer. Dementsprechend erwartet uns eine Abfahrt der Extraklasse. Im Tiefflug geht es bergab, wir heben fast ab. Mit abnehmender Höhe nimmt aber auch die Hitze wieder zu. Zum Glück ist der Nachmittag schon weit fortgeschritten, die Temperatur in Bend lässt sich ertragen. Wir bekommen Gesellschaft von einem Radler, der sich für unsere Tour interessiert und fragen ihn nach einer preiswerten Unterkunft in der Stadt. Zeltplätze gibt es leider nicht, nur eine Art Herberge, zu der er uns bereitwillig begleitet. Hier soll ein Zimmer utopische 30 Dollar kosten, das ist nichts für uns geizige Frischluftfanatiker. Unser Begleiter empfiehlt uns den Tumalo State Park, 10 km nördlich von Bend. Das ist eh unsere Richtung, so verwerfen wir unseren Plan, einen Abend in der Stadt zu verbringen. Nichts desto trotz muss jetzt ein gutes Essen drin sein. Mir ist von vorherigen Reisen noch die Kette «Danny's» in guter Erinnerung, besonders deren Milkshakes. Wir fragen wir uns durch und werden nach wenigen Kilometern fündig. Das Essen ist gut, die Shakes Spitze, nur die Zeit ist etwas knapp. Wir müssen noch einkaufen und es wird bald dunkel. Praktischerweise befindet sich gleich gegenüber ein Safeway.

fancycenter vor der südlichen Schwester

Ein kräftiger Rückenwind treibt uns flott nach Norden, so flott, dass wir beinahe die richtige Straße verpassen. Wir müssen von der US 97 Richtung Nordosten auf die US 20 nach Nordwesten wechseln. Eine kleine Nebenstraße führt uns schließlich hinab zum State Park am Deschutes River. Der Park bietet uns eine liebgewonnene Einrichtung, die wir hier nie vermutet hätten: eine Hiker Biker Site. Und wie so oft ganz für uns alleine, der Park ist ansonsten gerammelt voll. Darüber hinaus wartet der Tumalo State Park mit einer besonderen sanitären Einrichtung auf. Geduscht wird in einzelnen Kabinen mit solar aufgeheiztem Wasser. Eine tolle Sache. Überhaupt fühlen wir uns hier sehr wohl, bis auf den kleinen Pferdefuß in Form unserer Nachbarn. Ein durchgeknallter Vater veranstaltet mit einem Haufen Bälgern einen Höllenlärm. Zum Glück ist Ruhe, als Doro ein Machtwort spricht.

93,25 Kilometer / 600 Höhenmeter

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