Run with the Wind

Vulkane und Bergseen


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Crater Lake National Park Crater Lake - faszinierendes Blau

Der Tag ist eigentlich als Ruhetag geplant, wir übernachten auch zwei Nächte hier im Mazama Village. Aber auf dem Programm steht natürlich eine Besichtigung des Crater Lakes. Jetzt kommt der Haken an der Sache, oben am See gibt es keinen Campingplatz und wir befinden uns noch gut 300 m unterhalb der Ringstraße um den Krater. Die wollen erst mal erklommen werden. Ich dränge deshalb um 11:00 Uhr etwas zur Eile. Schließlich machen wir uns an den Aufstieg, das Wetter zeigt sich heute wie gewohnt von seiner schönsten Seite.

Den ersten Eindruck beim Erblicken des Crater Lake kann man nur schwer beschreiben. Die Kinnlade klappt nach unten, ungläubiges Staunen breitet sich aus, man ist völlig eingenommen von der wunderbaren blauen Farbe des Wassers. Der See ist eingeschlossen von den Wänden des Kraters, die in steilen, dramatischen Klippen aufsteigen. Ein Ranger erklärt die Entstehungsgeschichte des Sees. Er wurde gebildet durch eine Explosion des Vulkans Mt. Mazama vor ungefähr 6000 Jahren. Der Krater füllte sich dann im Laufe der Jahrtausende mit Wasser und befindet sich heute in einer Art Gleichgewicht zwischen Verdunstung und Nachschub durch Niederschläge. Der See hat einen Durchmesser von fast 10 Kilometern und ist mit 600 m der tiefste See der USA. Durch seine Abgeschlossenheit ist das Wasser extrem rein, er gilt als der sauberste See der Erde. Dies und die Menge der Wassermoleküle erklären die faszinierende tiefblaue Farbe.

Wizard Island

Wie ein Zuckerhut ragt Wizard Island, ein neuerer Vulkan aus dem See. Er hat ebenfalls einen Krater der Größe eines Fußballfeldes. Sozusagen ein Krater im Krater. Der See liegt 100 m unterhalb des Kraterrands und ist nur von einer Stelle im Norden aus zu erreichen. Dort kann man mit einem Boot der Parkverwaltung zum Wizard Island fahren, ansonsten ist Schwimmen und Bootfahren verboten.

Eine Umrundung des Sees sparen wir uns, der Rim Drive ist gespickt mit deftigen Steigungen. Stattdessen unternehme ich eine kleine Wanderung, während Doro relaxt. Am Krater liegt sogar noch Schnee, ein reizvoller Kontrast zu dem Blau des Sees, den grünen Tannen und den grauen Felsen. Ich schieße Foto um Foto, weiß aber aus Berichten, dass sich das tiefe Blau sehr schwer bis gar nicht einfangen lässt. Klar, Fotos leuchten ja auch nicht. Der Garfield Peak Trail ist leider gesperrt, so begnüge ich mich mit einem Blick auf das ferne Phantom Ship, einer bizarren kleinen Felsinsel.

Am Ende dieses doch einigermaßen anstrengenden Ruhetages gibt es ein Nudelgericht mit Hindernissen. Zuerst rühre ich Milchpulver ins kalte Wasser, laut Rezept gehört etwas Milch dazu. Sobald das Wasser anfängt zu kochen, steigt uns ein komischer Geruch in die Nase, die Milch ist völlig angebrannt. Da hilft nur noch wegschütten und den Topf sauber kratzen. Ein zweiter Versuch, Wasser heiß zu machen ist erst einmal nicht möglich. Der Kocher ist zu warm, das Benzin zum Vorheizen verdampft sofort. Zweimal kühle ich den Kocher mit Wasser ehe er wieder funktioniert. Statt Salz streue ich dann Pfeffer ins Wasser, völlig konfus. Trotzdem schmeckt es ganz gut, wir hatten schon nicht mehr mit der Fertigstellung gerechnet.

28,87 Kilometer / 300 Höhenmeter

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