Run with the Wind

Die Pazifikküste


Sonnenuntergang in der Sunset Bay    Inhalt    nervige Holzlaster und spektakuläre Küste

auf der Straße der 7 Teufel am Cape Argo

Der Tag beginnt mit einem tollen Ausflug zum Cape Argo. Gleich nach dem Frühstück machen wir uns auf die Socken, das Zelt mit der Ausrüstung bleibt zurück. Nach 4 km endet die Straße an einem Parkplatz. Bei traumhaften Wetter lockt eine Wanderung hinab zu den Klippen. Was für ein Erlebnis! Bizarre Felsformationen, farbenprächtige Tide Pools, blaues Meer und als musikalische Untermalung Seehundbellen im Hintergrund. Wir klettern zwischen den Klippen herum und genießen diese Szenerie in vollen Zügen.

Gegen Mittag müssen wir uns leider von diesem traumhaften Flecken lösen. Um 13:00 Uhr sind unsere Rösser wieder bepackt und gesattelt (nur nicht gestriegelt).

Die Seven Devils Road begrüßt uns mit einer kurzen, aber deftigen Bergetappe. Das Sträßchen windet sich steil nach oben durch üppigen Wald. Es kommt dichter Nebel auf, man könnte meinen, wir sind im Hochgebirge in den Wolken. Hier fahren nur sehr wenig Autos, was unserer Stimmung absolut keinen Abbruch tut. Beeinträchtigt wird diese nur, als wir an großflächig abgeholzten Coquille River Lighthouse Ecken vorbeikommen. Wie sagt unser Reiseführer so richtig: "Hier sind die Einheimischen offensichtlich wirklich von «Seven Devils» geritten worden angesichts des forstwirtschaftlichen Raubbaus, der hier betrieben wird". Eine kurvenreiche Abfahrt bringt uns schließlich wieder auf den Highway 101, nach weiteren 3 Kilometern erreichen wir den Bullards Beach State Park. Hier schlagen wir das Zelt auf einem schönen Hiker Biker Platz auf. Wie so oft gibt es hier keine Hiker und wir sind die einzigen Biker, haben somit freie Wahl. Da es noch nicht so spät ist, nutzen wir die Zeit, ins 5 Kilometer südlich gelegene Bandon zum Einkaufen zu fahren. Im Supermarkt gibt es ein Deli, eine Art Imbiss, wo wir uns spontan voll stopfen.

Doro ist heute ziemlich geschafft und legt sich früh schlafen. Mich lockt noch der Leuchtturm, der auf der 7 km langen Park Road zu erreichen ist. Der Turm ist mittlerweile zum Museum umfunktioniert und leider schon geschlossen. Ich erkunde einen langen, verfallenen Pier, wegen der Gischt eine ziemlich feuchte Angelegenheit. Die tiefstehende Sonne taucht die Landschaft in ein unwirkliches Rot. Meine Rückfahrt muss ich wegen des schönen Sonnenuntergangs noch einmal unterbrechen, dann wird die Kälte langsam unangenehm, höchste Zeit, den Tag zu beenden.

66,68 Kilometer / 100 Höhenmeter

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